Abschiede / /Fashion – White Dress

„Es ist okay wenn es dir heute nicht gut geht…“ sage ich zu mir selbst. Ich sitze in unserer Wohnung. Perfekt so wie ich es mir immer vorgestellt habe. Doch meine Gefühle überwältigen mich. Alles neu – fremd – anders. Meine Eltern haben gerade die Wohnung verlassen und sind auf dem Weg nach Hause. Meinem alten Zuhause. Dort wo ich noch heute die Wärme und Geborgenheit spüre. Heute vermisse ich meine Heimat. Einfach alles bekannte vermisse ich. Das hier fühlt sich so fremd an. Irgendwie kühl und gar nicht wie Zuhause. Erneut steigen die Tränen in mir auf. „Heute darf ich traurig sein oder?“… „Abschiede / /Fashion – White Dress“ weiterlesen

Alleinsein

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Du kannst nicht allein sein oder? – Natürlich kann ich allein sein! Eine trotzige Antwort strömte heraus.

Immer wieder hallte diese Frage in meinem Kopf. Ich habe sie nicht das erste Mal gestellt bekommen. Schon mehrmals verneinte ich. Doch habe ich jemals über die Antwort nachgedacht? Sie infrage gestellt? So ganz plötzlich beschäftige ich mich damit, immer und immer wieder. Immer wenn ich denke, dass ich meine Antwort mit Argumenten belegen kann, zerfalle ich in Widersprüche. Ich denke nach. Wie schon einmal. Ist es eine Schwäche nicht allein sein zu können? Was bedeutet nicht allein zu sein? Was löst allein sein bei mir aus? Bin ich vielleicht einsam?

Ich kann nicht allein sein. Doch eigentlich war ich die letzten Jahre immer allein. Die Familie weit weg, die engsten Freunde zurückgelassen und die Beziehungen waren die Distanz gewohnt. Ich war ständig auf mich allein gestellt.

In sehr naher Zukunft werde ich wieder allein sein. Doch dieses Mal fühlt es sich anders an. Ich habe keine Angst davor. Ich bin ruhig. Denn dieses Mal habe ich das Gefühl es ist nur auf Dauer und nicht für die Ewigkeit. Ich werde nur für eine kurze Zeit allein sein – physisch. Du vermittelst mir das Gefühl, immer da zu sein. Auch wenn ich allein sein sollte. Du sprichst von Uns und nicht von Dir. Du sprichst vom Wir und nicht vom Ich.

Ich habe aufgehört dem Zeitpunkt, wenn du gehen wirst, hinterher zu trauern. Du gehst! So viel steht fest. Wann du gehst, wissen wir beide. Aber warum jetzt all die schönen Tagen, die wir noch zu zweit haben, kaputt machen. Warum stundenlang darüber rätseln ob es funktionieren wird. Warum kaputt reden, das was wir doch gerade versuchen aufzubauen. Ich habe mich entschieden zu festigen – das was wir haben. Genießen – das Wir, das Uns, das Du und Ich. Gemeinsam. Ich kann dich nicht aufhalten – ich will es auch gar nicht. Du und ich. Wir gehen diesen Weg gemeinsam. An dem Tag wenn du mich allein lassen wirst, werde ich strahlen. Werde dir mein Lächeln mit auf den Weg geben und mich über deine Selbstverwirklichung freuen.

Ich habe gerade keine Angst vor dem allein sein. Ich weiß, dass ich allein sein kann. Ich möchte das Alleinsein, aber nur mit Dir.