Sicht aus Kinderaugen

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Kennt ihr noch eure tiefsten Träume, Wünsche und Gedanken aus eurem Kindesalter? Deine eigenen Worte, ein kurzer Austausch über eure Zukunftsvorstellung mit eurer besten Freundin aus der Grundschule. Könnt ihr euch noch an eure Gespräche erinnern oder an den letzten Gedanken vor dem Schlafengehen? – Ja, ich kann mich noch an sehr viele solcher Worte, Floskeln, heute total bedeutungslose Wünsche und Vorstellungen erinnern.

Ich weiß noch genau wie sich meine beste Freundin in der Pause in der Grundschulzeit zu mir umgedreht hat und gesagt hat: „ Wenn ich erstmal so alt bin wie deine Schwester, dann möchte ich verheiratet sein und mit meinen drei Kindern in einem riesigen Haus wohnen.“ Ein Satz, völlig normal. Doch aus dem Mund einer 8 Jährigen Schülerin. Ich habe ihr ohne großartig zu überlegen zugestimmt. Es klang für mich nach einem total normalen Gedanken. Wenn ich mich heute zurück erinnere und darüber nachdenke, wo ich eigentlich mit meinen jetzt 22 Jahren stehen wollte, dann muss ich diese Gedanken leider belächeln. Weder schauen mich gerade vier süße kleine Kulleraugen an und schauen mir aufmerksam bei meinen schnellen Tippbewegungen zu, noch kommt gleich in den nächsten Minuten mein schwerbeschäftigter Mann in unsere gemeinsame Villa herein. Und wieder schleicht sich ein kleines Lächeln in mein Gesicht. Es sind keine abwegigen Wünsche von uns gewesen. Ich denke jeder wünscht sich ein harmonisches Leben für die Zukunft. Aus Sicht von Kinderaugen, scheint das Leben so friedlich, unbeschwert und so ganz ohne große Gefahr zu sein. Rückblickend betrachtet, habe ich nicht alles mit meinen 22 Jahren erreicht, was ich mir vor 14 Jahren vorgenommen habe. Im Moment stehe ich nur mit beiden Beinen im Leben. Habe mir meine eigene kleine Welt aufgebaut –mein Alltag, mein Umfeld, meine Verantwortung. Bisher muss ich nur auf mich selbst aufpassen und auf die Menschen die ich liebe und schätze. Habe keine Richtlinien für andere zu beachten, muss nur meine selbst gezogenen Grenzen einhalten. Bisher ist es noch ein sehr befreiendes Gefühl. Irgendwann wird mir aber auch dies nicht mehr das Kribbeln vermitteln, welches ich bisher noch habe. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, heißt es neue Ziele stecken. Doch bis dahin, genieße ich noch meine Tage für mich. Im Alter von 8 Jahren konnte ich einfach noch nicht erahnen welche Überraschungen das Leben für mich bereit hält.

Vielleicht fühle ich mich noch nicht bereit für das Leben, welches ich mir ursprünglich erträumt habe, dennoch weiß ich genau was ich will. Deshalb stöbere auch ich durch verschiedensten Möbelabteilungen und Kinderläden. Auch mit Freundinnen albern wir herum und schauen schon auf der ein oder anderen Internetseite vorbei. Dann heißt es, wer möchte welchen Kinderwagen haben (diesen finde ich so wundervoll) und wie soll das spätere Babyzimmer denn aussehen. Egal wie alt wir sind, ob 8 Jahre oder 22 Jahre, wir träumen immer. Aus Kinderaugen funkeln die Träume und heute bin ich eben eher eine realistische Vollzeitträumerin.

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Mit freundlicher Unterstützung von „Baby-Walz“

 

 

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