Lass dich nicht verändern

Ich habe das Gefühl nicht mehr ich selbst zu sein. Ich habe angefangen mich zu vergleichen – mit anderen Frauen, anderen Jobs, anderen Leistungen. Mit mir selbst.

Wer bin ich? – Wer möchte ich sein?

Bitte schneid dir nicht deine Haare ab. Genau das passt nicht zu dir! Das bist nicht du! Bitte zieh dir etwas anderes an. Schau sie dir an, gefällt dir das nicht auch?

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Die Haare blieben dran, die hohen Schuhe durch flache Sneakers ersetzt und statt dem rosa Kleidchen, gab es eine bequeme Jeans. Von mir keine Widerworte, warum auch? Schließlich bin ich so wie er mich haben möchte. Bedingungslos gab ich mich dem hin. Am Anfang noch ungewohnt und neu, doch Schritt für Schritt konnte ich mich anpassen oder habe mich damit abgefunden.

Du kannst dich nicht über Markenklamotten definieren. Das ändert rein gar nichts an deiner Person. Außerdem wie konntest du dir das überhaupt leisten?!

„Ich war schon immer so“ wollte ich antworten. Wollte mich für die neue Hose und die Bluse rechtfertigen. Im ersten Moment habe ich mich doch so schön gefühlt, war stolz auf meine neuen Sachen, die ich mir so lange zusammengespart habe. Im nächsten Moment hatte ich einen riesigen Kloß im Hals. Bin gegangen. Habe mich von den Menschen entfernt, die mir einst alles bedeutet haben. Doch ich habe mich in diesem Umfeld nicht wohlgefühlt. Konnte nicht mehr ich selbst sein. Habe mich zu sehr angepasst.

Ein Blick in den Spiegel. Ich erkenne mich. Ein Lächeln schleicht sich in mein Gesicht. Wer bin ich?

Vor Jahren eine schnell beantwortete Frage, doch heute komme ich ins Stocken. Ich sehe mich. Sehe mich in diesem Spiegel. Doch nichts spiegelt das wider, was einmal war. Wo ist das selbstbewusste, selbstsichere Wesen hin? Mit den Schritt für Schritt Anpassungen, ging auch mein Ich – Schritt für Schritt. Ich stehe bis heute vor dem Spiegel und kann diese Frage nicht beantworten. Allerdings weiß ich wie ich wieder sein möchte.

Mein Projekt für 2016: Der Spiegel soll mich zeigen. Mein Ich. Ich möchte mich endlich wieder ohne Zweifel hübsch fühlen, mit meinem Spiegelbild flirten so wie ich es früher einmal getan habe. Möchte endlich wieder eine Stunde im Badezimmer verbringen, weil ich mich nicht entscheiden kann was ich anziehe. Ich möchte im Bikini vor dem Spiegel stehen können, ohne die nächste Mahlzeit zu streichen. Das wichtigste ist für mich, so zu sein, wie ich mich am wohlsten fühle. Und ein Mensch fühlt sich nur dann gut, wenn er sich selbst akzeptiert. Doch diese Selbstakzeptanz habe ich verloren. Ich weiß, dass ich an mir arbeiten werde und ich bin mir sicher, dass ich euch am Ende des Jahres 2016 eine Review zu meinem eigenen kleinen Projekt geben kann. Ob ich gewinnen oder scheitern werde – liegt in meinen eigenen Händen. Denn mein Ich bestimme ich selbst. Nur ich allein, kann eine schützende Hand über mich halten.

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(Overall von H&M; Schmuck von Sixx – ähnlich hier; Schuhe von Deichmann)

Lass dich nicht verändern. Selbstbewusst und stark fühle ich mich mit dem richtigen Kleidungsstück. Für mich drückt Mode meine Stimmung aus und kann wirklich Wunder bewirken. Schöne Teile habe ich auf dieser Internetseite gefunden.

Mit freundlicher Unterstützung von „Witt-Weiden

 

 

 

Sicht aus Kinderaugen

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Kennt ihr noch eure tiefsten Träume, Wünsche und Gedanken aus eurem Kindesalter? Deine eigenen Worte, ein kurzer Austausch über eure Zukunftsvorstellung mit eurer besten Freundin aus der Grundschule. Könnt ihr euch noch an eure Gespräche erinnern oder an den letzten Gedanken vor dem Schlafengehen? – Ja, ich kann mich noch an sehr viele solcher Worte, Floskeln, heute total bedeutungslose Wünsche und Vorstellungen erinnern.

Ich weiß noch genau wie sich meine beste Freundin in der Pause in der Grundschulzeit zu mir umgedreht hat und gesagt hat: „ Wenn ich erstmal so alt bin wie deine Schwester, dann möchte ich verheiratet sein und mit meinen drei Kindern in einem riesigen Haus wohnen.“ Ein Satz, völlig normal. Doch aus dem Mund einer 8 Jährigen Schülerin. Ich habe ihr ohne großartig zu überlegen zugestimmt. Es klang für mich nach einem total normalen Gedanken. Wenn ich mich heute zurück erinnere und darüber nachdenke, wo ich eigentlich mit meinen jetzt 22 Jahren stehen wollte, dann muss ich diese Gedanken leider belächeln. Weder schauen mich gerade vier süße kleine Kulleraugen an und schauen mir aufmerksam bei meinen schnellen Tippbewegungen zu, noch kommt gleich in den nächsten Minuten mein schwerbeschäftigter Mann in unsere gemeinsame Villa herein. Und wieder schleicht sich ein kleines Lächeln in mein Gesicht. Es sind keine abwegigen Wünsche von uns gewesen. Ich denke jeder wünscht sich ein harmonisches Leben für die Zukunft. Aus Sicht von Kinderaugen, scheint das Leben so friedlich, unbeschwert und so ganz ohne große Gefahr zu sein. Rückblickend betrachtet, habe ich nicht alles mit meinen 22 Jahren erreicht, was ich mir vor 14 Jahren vorgenommen habe. Im Moment stehe ich nur mit beiden Beinen im Leben. Habe mir meine eigene kleine Welt aufgebaut –mein Alltag, mein Umfeld, meine Verantwortung. Bisher muss ich nur auf mich selbst aufpassen und auf die Menschen die ich liebe und schätze. Habe keine Richtlinien für andere zu beachten, muss nur meine selbst gezogenen Grenzen einhalten. Bisher ist es noch ein sehr befreiendes Gefühl. Irgendwann wird mir aber auch dies nicht mehr das Kribbeln vermitteln, welches ich bisher noch habe. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, heißt es neue Ziele stecken. Doch bis dahin, genieße ich noch meine Tage für mich. Im Alter von 8 Jahren konnte ich einfach noch nicht erahnen welche Überraschungen das Leben für mich bereit hält.

Vielleicht fühle ich mich noch nicht bereit für das Leben, welches ich mir ursprünglich erträumt habe, dennoch weiß ich genau was ich will. Deshalb stöbere auch ich durch verschiedensten Möbelabteilungen und Kinderläden. Auch mit Freundinnen albern wir herum und schauen schon auf der ein oder anderen Internetseite vorbei. Dann heißt es, wer möchte welchen Kinderwagen haben (diesen finde ich so wundervoll) und wie soll das spätere Babyzimmer denn aussehen. Egal wie alt wir sind, ob 8 Jahre oder 22 Jahre, wir träumen immer. Aus Kinderaugen funkeln die Träume und heute bin ich eben eher eine realistische Vollzeitträumerin.

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Mit freundlicher Unterstützung von „Baby-Walz“